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Der Gründer der bekannten Budapester Bierstube „Matthiaskeller’ war Matthias Borostyánkői (Baldauf), der am 10. Januar 1873 in Borostyánkő (Bernstein, Burgenland) geboren wurde.

Am 30. Januar 1904 eröffnete er den Matthiaskeller, die Bierstube, der er seinen Vornamen gegeben hatte. Mit seiner Frau und 4 Angestellten betrieb er die neue Gaststätte mit 20 Tischen. Zu ihr gehörte auch eine Terrasse. Auf der Terrasse standen bald 22 Tische, die zwischen 11 und 24 Uhr bedient wurden und an denen eine Zigeunerkapelle spielte.

Baldaufs Kompetenz, der Charme und Witz seiner Frau, die prompte und höfliche Bedienung, die ausgezeichnete Küche und die Qualität des Biers machten das Lokal auch im Ausland bekannt. Nicht nur in ungarischen sondern auch in manchen amerikanischen Zeitungen erschienen Berichte über Baldauf und seine Bierstube.

1937 ließ er das Restaurant nach Plänen des Architekten Károly Dávid umbauen und von Jenő Haranghy mit Wand- und Glasmalereien ausgestalten. Die alte Innenausstattung der Gaststätte wurde durch Holztische, -stühle und -schränke im Renaissance- und altungarischen Stil ersetzt. Auch die Glasfenster wurden zu dieser Zeit durch farbige Butzenglasscheiben ersetzt. Die Wände wurden mit Fresken verziert.



Die zweite Blütezeit des Matthiaskellers begann am 18. Mai 1947. Damals fand in Budapest ein Bierfest statt, bei dem der Matthiaskeller den ersten Preis gewann. An diesem Tag wurden 30,5 Hektoliter Bier ausgeschenkt.

Das Restaurant wurde am 29. Dezember 1949 verstaatlicht und verlor seinen Charakter als Bierstube. Wegen seiner Keller-Atmosphäre war der Matthiaskeller zum typisch ungarischen Fischrestaurant gut geeignet. Auf der Speisekarte dominierten die Fischgerichte, einige alte Spezialitäten wurden aber auch weiterhin zubereitet.


Das Publikum passte sich schnell den Änderungen an. Und der Matthiaskeller beschritt den Weg zum dritten Höhepunkt seiner Geschichte. Der Umbau des Restaurants im Jahr 1952 war von der Idee durchdrungen, eine Atmosphäre wie zu Zeiten König Matthias’ zu schaffen. Die Fresken wurden im Renaissance- und altungarischen Stil ausgeführt. Die Möbel im Renaissancestil wurden beibehalten.

Der letzte Umbau des Lokals erfolgte im Jahre 1964. Im Rahmen der Bauarbeiten für die Elisabethbrücke wurde der Platz Március 15. aufgeschüttet und das Restaurant um einen Empfangsraum erweitert. Das Restaurant selbst wurde nicht umgestaltet und bewahrte seine alte Form. Wegen des regen Gästestroms hätte die Küche erweitert werden müssen, diese Idee konnte jedoch nicht mehr verwirklicht werden. Deshalb entschloss man sich zur Modernisierung der Küche. Die alten Geräte wurden durch neue, moderne ersetzt, alles weitere lag an der Geschicklichkeit und Findigkeit des Personals.

1969-70 wurden die Fresken, Wandmalereien unter Leitung des Malers Gyula Bozó von Studenten der Hochschule für bildende Künste rekonstruiert. 1971 wurde der Bereich der Bierstube mit Wandmalereien von Bozó Gyula verziert, er selbst erstellte auch die Pläne dazu. Zum Thema seiner Gemälde wählte er die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben König Matthias’. Das Restaurant ist besonders stolz auf ein Bleiglasbild, das auf einer 5-Forint-Briefmarke abgebildet war.

Das Restaurant im Renaissance- und altungarischen Stil erwarb sich auch im internationalen Gastgewerbe einen guten Ruf. In vielen europäischen Großstädten wurden Restaurants mit ähnlichem Charakter eröffnet. Für die Gäste war nicht zuletzt die Zigeunermusik besonders attraktiv. 1971 entstand in Wien ein Restaurant ähnlich dem Matthiaskeller.
MINDEN JOG FENNTARTVA © | 1056 Budapest, Március 15. tér 7. - nyitva: 11:00 - 24:00 | info@matyaspince.hu